Krisen, Konflikte, Katastrophen: EU erhöht humanitäre Hilfe

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Hamburg (ots) –

Hungersnöte. Bürgerkriege. Pandemien. Die Europäische Union leistet derzeit humanitäre Hilfe in mehr als 80 Ländern. Dafür stehen im Zeitraum von 2021 bis 2027 insgesamt 11,6 Mrd. Euro bereit. 2021 waren es rund 1,4 Milliarden, 500 Millionen mehr als 2020.

Von den 1,4 Milliarden Euro sollten rund 500 Millionen Euro nach Afrika fließen. Zudem sind knapp 400 Millionen Euro für Länder im Nahen Osten und die Türkei vorgesehen. Hintergrund dafür sind vor allem die Auswirkungen der Konflikte in Syrien und im Jemen.

Weitere Hilfsgelder gibt es unter anderem für Afghanistan sowie für Projekte zur Bewältigung von Krisen in der Ukraine, im Westbalkan und im Kaukasus. Rund 300 Millionen Euro sind zudem für Flugdienste und für unvorhergesehene humanitäre Krisen oder plötzliche Notfälle vorgesehen.

Hilfe für Millionen Menschen

Die EU ist damit weltweit der wichtigste Geber humanitärer Hilfe und stellt Opfern von Naturkatastrophen und von durch Menschen verursachten Krisen einen Großteil der Gesamtmittel für die Nothilfe zur Verfügung. Ein Teil dieser Gelder wird unmittelbar von den Mitgliedstaaten bereitgestellt, der größte Anteil stammt jedoch aus dem EU-Haushalt.

Das Handeln der EU orientiert sich dabei nach eigenen Angaben an den Grundsätzen der Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit. Die Hilfe wird über 200 internationale und lokale Partnerorganisationen und -agenturen bereitgestellt, darunter NGOs wie Care oder UN-Organisationen wie das World Food Program (WFP). Auch tausende europäische Freiwillige unterstützen die Einsätze.

Die Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Kommission (ECHO) ist für die humanitäre Hilfe und für Katastrophenschutzmaßnahmen zuständig. Dabei konzentriert sich die EU auf Lebensmittel und Ernährung, Unterkunft, Gesundheitsversorgung, Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen sowie Bildung unter Notfallbedingungen.

Solidarität in Zeiten von Covid

Nicht nur Hunger, Kriege und Naturkatastrophen fordern die internationale Gemeinschaft heraus. Die Europäische Union hat auch binnen zehn Monaten mehr als eine Milliarde Corona-Impfstoffdosen an andere Länder weltweit exportiert. „Wir haben einen wichtigen Meilenstein erreicht“, sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen im Oktober 2021. Der Impfstoff sei seit Dezember 2020 in mehr als 150 Länder geliefert worden – unter ihnen Japan, die Türkei, Großbritannien und Brasilien.

Etwa 87 Millionen Dosen seien über die UN-Initiative Covax an Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen gegangen. In den kommenden Monaten will die EU nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mindestens 500 Millionen weitere Impfdosen an besonders gefährdete Länder spenden. Dazu zählen vor allem extrem arme Länder, etwa in Afrika.

Mehr zum Schwerpunkt „Die EU in der Welt“ bei der Zukunftskonferenz Europas erfahren Sie hier (https://futureu.europa.eu/processes/EUInTheWorld). Dazu gibt es zahlreiche FuturEU-Veranstaltungen:

– Bei der „großen parisischen Konferenz zur Zukunft Europas“ (https://futureu.europa.eu/processes/EUInTheWorld/f/17/meetings/96922) wird unter anderem der ehemalige Belgische Premierminister und aktuelles Mitglied des EU-Parlament, Guy Verhofstadt, mit den Teilnehmenden in Dialog treten.
– Zudem findet Ende Januar eine Veranstaltung auf Korsika statt. Dabei wird Gelegenheit sein, die künftige Rolle der EU (https://futureu.europa.eu/processes/EUInTheWorld/f/17/meetings/83657) zu diskutieren.
– Im Februar diskutieren die Teilnehmenden des Zukunftsforums im bretonischen Saint-Malo über die „Europäische Diplomatie – von gestern, heute und morgen“ (Original: „La Diplomatie Européenne hier, aujourd’hui et demain“ (https://futureu.europa.eu/processes/EUInTheWorld/f/17/meetings/58776)).

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