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Zum Europäischen Tag des Notrufs am 11. Februar: DLRG gibt Tipps zum Verhalten im Notfall und fordert Erste-Hilfe-Ausbildung in Schulen

Bad Nenndorf (ots) –

„Wenn es darum geht, zum Smartphone zu greifen und den Notruf 112 zu wählen, gibt es keinen Grund zu zögern“, sagt die Präsidentin der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Ute Vogt, anlässlich des Europäischen Tags des Notrufs am Freitag (11.2.). Dies gelte für Notfälle allgemein und besonders auch für Unfälle im Wasser: „Selbst in der kühleren Jahreszeit sind inzwischen immer mehr Wassersportler wie Stand-up-Paddler und Freiwasserschwimmer in und auf den Gewässern unterwegs. Beobachten Passanten, wenn jemand im Wasser Hilfe braucht, müssen sie sofort zum Handy greifen, damit sich professionelle Retterinnen und Retter auf den Weg machen können“, so die Präsidentin der Wasserrettungsorganisation. Denn das beste Notfallversorgungssystem helfe nicht, wenn der Notruf nicht abgesetzt wird.

Erst danach sollten sich Beobachter überlegen, ob und wie sie noch auf weitere Weise helfen können. „Der oberste Grundsatz lautet hier: Begeben Sie sich selbst nicht in Gefahr“, sagt der Bundesarzt der DLRG, Dr. Norbert Matthes. Im kalten Wasser kühle der Körper schnell aus. Zudem werden in Not Geratene im Überlebenskampf oft zur Gefahr für die Retter. Matthes: „Wer selbst ins Wasser geht, um jemanden zu retten, sollte genau wissen, was sie oder er tut.“ In jedem Fall sollten aber Helfer schauen, ob es in der Umgebung einen Rettungsring, eine Leine oder schwimmende Gegenstände gibt, die sie zuwerfen können.

Fehlendes Wissen führt zu Unsicherheit im Notfall

Für Zaghaftigkeit gibt es aus Sicht des DLRG Bundesarztes keinen Grund: „Sie müssen nur die 112 wählen, sonst nichts. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Leitstellen erfragen direkt, was sie für die Alarmierung der Retter wissen müssen und leiten weitere Hilfsmaßnahmen an -bis hin zur Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung.“

Anders sehe es bei den gefährdeten Wassersportlern selbst aus. Diese sollten sich auf mögliche Notfälle vorbereiten, ihre Gewässer genau kennen und in Notsituationen gegenüber der Leitstelle Ortsangaben machen können, um für Wasserretter per Boot schnell erreichbar zu sein.

Unsicherheit besteht bei Augenzeugen von Notfällen oft, weil eine Ausbildung in Erster Hilfe noch nicht stattgefunden hat oder diese zu lange zurückliegt. Die DLRG empfiehlt deshalb einen Erste-Hilfe-Kurs bei einer ihrer bundesweit vertretenen Ortsgruppen oder einer anderen Hilfsorganisation. Dieser Kurs sollte möglichst alle zwei bis drei Jahre wiederholt werden. Gerade Wassersportlern rät die DLRG außerdem zu einem Rettungsschwimmkurs, der Kompetenzen in der Selbst- und Fremdrettung schafft. Interessierte können im Internet unter https://dlrg.de/plz-suche schauen, wo die nächstgelegenen Ortsgruppen der DLRG sind. Auf deren Webseiten finden sie aktuelle Informationen über Kurse in Erster Hilfe sowie im Rettungsschwimmen.

Erste Hilfe in der Schule

„Es ist wichtig, dass Menschen schon in jungen Jahren mit Erster Hilfe und lebensrettenden Sofortmaßnahmen vertraut gemacht werden und diese auch regelmäßig trainieren“, so Ute Vogt. Deshalb engagiert sich die DLRG als Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe im Projekt „Lebensretter – Herzensretter“ für die Ausbildung im Rahmen des Schulunterrichts. Zudem unterstützt der Verband die Initiative „Wir beleben Deutschland wieder“. Diese fordert in einer Petition die bundesweit verpflichtende Einführung von Unterricht in der Wiederbelebung spätestens ab der 7. Klasse. Die Petition können Bürgerinnen und Bürger noch bis zum 31. März unterzeichnen. https://ichrettedeinleben.de/

DLRG Podcast

Der Notruf und die Erste Hilfe sind am Samstag (12.2.) auch Thema im DLRG Podcast, zu finden unter https://dlrg.de/podcast

Pressekontakt:

Martin Holzhause
Leiter Pressestelle
Telefon: 05723 955-442
Mobil: 0162 175 12 04
E-Mail: presse@dlrg.de

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