DAS DILEMMA DER MILCHKUH – wenn die Leistung zur Last wird – Ein Plädoyer für eine nachhaltige Milchviehhaltung

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Dieses Plädoyer für die Milchviehhhaltung aus tierärztlicher Sicht sucht seinesgleichen auf dem deutschsprachigen Markt und sollte in keiner tiermedizinischen und landwirtschaftlichen Bibliothek fehlen.

In der Schriftenreihe der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) wurde ein neues Fachbuch veröffentlicht:
DAS DILEMMA DER MILCHKUH – wenn die Leistung zur Last wird – Ein Plädoyer für eine nachhaltige Milchviehhaltung
Autor: Prof. Dr. Holger Martens, Berlin; Herausgeber: Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA); Steinfurt, 2022.

WARUM DIESES BUCH ENTSTANDEN IST
In Deutschland produzieren ca. 4 Millionen Milchkühe mit einer Leistung von über 8000 kg pro Jahr 30 – 32 Millionen Tonnen Milch und stellen damit die Versorgung mit Milch und Milchprodukten sicher. Die Wertschöpfung durch die Milchproduktion beträgt 10 – 11 Mrd € pro Jahr und macht trotz des zu niedrigen Milchpreises 16 – 18 % der landwirtschaftlichen Wertschöpfung aus. Man könnte also die Milchwirtschaft als Beispiel für den Erfolg landwirtschaftlicher Produktion ansehen.

Leider hat die Milchproduktion eine hässliche Kehrseite: Hohe Erkrankungsraten, vorzeitige (Zwangs-) Abgänge und eine Zunahme der auf den Betrieben verendeten Kühe. Die zu kurze Nutzungsdauer von weniger als 3 Laktationen zeigt das Dilemma für die Milchkuh auf:
Die Leistung wurde zur Last, weil die kurze Nutzungsdauer ökonomisch unsinnig ist und die Erkrankungsraten als Tierschutzproblem anzusehen sind. Dies ist das Ergebnis jahrzehntelanger primär Selektion auf Milchproduktion ohne Kenntnis der Mechanismen, die für diese Produktion erforderlich sind, und ohne ausreichende Beachtung möglicher Gesundheitsrisiken für die Tiere.

Diese Entwicklung trägt in Zusammenhang mit der Diskussion über die Umweltbelastung mit der populistischen Halbwahrheit die „Kuh ist ein Klimakiller“ zur mangelnden Akzeptanz der Produktion in der Landwirtschaft bei.

Was ist zu tun, und wie können wir dieser Entwicklung entgegentreten?
Zunächst ist eine nüchterne Bestandsaufnahme der „Produktionskrankheiten“ angebracht. Die genetischen Ursachen können nicht bestritten werden und lassen sich teilweise phänotypisch belegen, wie z.B. die unzureichende Futteraufnahme im Verhältnis zur Leistung postpartum und die daraus resultierenden hormonellen und metabolischen Veränderungen, die wiederum mit Erkrankungen wie Ketose oder Fruchtbarkeitsstörungen korrelieren.
Es bleibt ein Rätsel der Tierzucht, warum an dieser Diskrepanz zwischen Input

Die AVA ist eine Fortbildungsgesellschaft mit dem Ziel der Aus- und Weiterbildung und der Verteilung von Informationen für den landwirtschaftlichen und tiermedizinischen Bereich. Gleichzeitig ist die AVA ein Forum für Landwirte und Tierärzte, das die Herausforderungen der Produktion gesunder Nahrungsmittel in den nächsten Jahrzehnten in den Blick nimmt.
»Ziel der Agrar- und Veterinär-Akademie ist es, die Probleme der modernen, nachhaltigen Landwirtschaft und Tierhaltung zu erörtern. Wir wollen gemeinsam Wege finden, um tiergerecht, praxisbezogen und verbraucherorientiert zu arbeiten.«
Ernst-Günther Hellwig, Gründer und Leiter der AVA, Steinfurt-Burgsteinfurt

Kontakt
Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA)
EG Hellwig
Wettringer Str. 10
48565 Steinfurt
02551-7878
post@ava1.de
http://www.ava1.de

Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.

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