Wissenschaft und Technik Präventive Instandhaltung von Industrieöfen

Präventive Instandhaltung von Industrieöfen

Forschungsprojekt soll Betriebsweise optimieren

Die präventive Instandhaltung von metallischen Ofenbauteilen in Industrieöfen kann Produktionsausfälle künftig reduzieren und Betriebskosten senken. Einen Beitrag dazu wollen die OWI Science for Fuels gGmbH, das Institut für Industrieofenbau und Wärmetechnik (IOB) der RWTH Aachen University und das Institut für Werkstoffkunde (IfW) der Technischen Universität Darmstadt in einem aktuellen Forschungsprojekt leisten. Metallische Bauteile in Industrieöfen erleiden insbesondere bei wechselnder thermischer Belastung durch Versagen des Werkstoffes ein vorzeitiges Ende ihrer Lebensdauer. Denn sowohl langsame als auch schnelle Temperaturzyklen beschleunigen das Kriechen und mitunter auch die Oxidation typischer Hochtemperaturlegierungen im Vergleich zu isothermen Belastungen.

Das gegenwärtige Forschungsvorhaben konzentriert sich auf Strahlheizrohre als Beispiel essenzieller und thermisch hochbelasteter Bauteile in Wärmebehandlungsanlagen. Strahlheizrohre trennen das Abgas der wärmefreisetzenden Verbrennung von der Ofenraumatmosphäre, in der sich das zu behandelnde Gut befindet. Infolge der thermischen Belastung erfahren Strahlheizrohre eine mitunter starke Kriechverformung. Wird eine bestimmte Toleranzschwelle hinsichtlich der Verformung überschritten, ist das Strahlrohr in der Regel auszutauschen oder, wenn möglich, um 180° zu drehen. Ein solcher Austausch bzw. ein Drehen des Strahlheizrohres erfordert eine Abschaltung der Anlage und damit den Produktionsstillstand mit entsprechenden Produktionsverlusten und erhöhten Betriebskosten. Im Vordergrund des gegenwärtigen Forschungsvorhabens stehen daher Untersuchungen zum Einfluss praxisrelevanter Betriebsweisen von Strahlheizrohren auf deren Lebensdauer.

Als Basis für die angestrebte präventive Instandhaltung ermitteln die Forschenden Daten zum Verhalten relevanter Hochtemperaturlegierungen unter exemplarischen, praxisrelevanten Belastungsprofilen. Als Projektergebnis sollen Handlungsempfehlungen in Form einer umfangreichen Datenbasis und eines erweiterten Kalkulators für die Lebensdauerbewertung von Hochtemperaturwerkstoffen bei Temperaturwechselbeanspruchung zur Verfügung gestellt werden. Damit sind verschiedene Aspekte der Betriebsweise einer Anlage – wie zum Beispiel die An-Aus-Taktung von Brennern und der Wechsel zwischen verschiedenen Betriebstemperaturen – im Hinblick auf die Lebensdauer und Energieeffizienz optimierbar und Industrie-4.0-Konzepte umsetzbar. Auch außerhalb des Industrieofenbaus können zum Beispiel Hersteller von Industrie- und Kleinbrennern, die chemische Industrie und Unternehmen in der thermischen Abfallentsorgung von den Ergebnissen profitieren.

Das IGF-Vorhaben 21070 N “Untersuchung zum Einfluss flexibler Betriebsweisen von Industrieöfen auf die Lebensdauer metallischer Hochtemperaturkomponenten” der Forschungsvereinigung Forschungskuratorium Maschinenbau e. V. – FKM, Lyoner Straße 18, 60528 Frankfurt am Main wird über die AIF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Die OWI Science for Fuels gGmbH ist eine unabhängige und gemeinnützige Forschungseinrichtung. In Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Forschung forscht und entwickelt OWI Konzepte und Technologien auf den Gebieten der energieeffizienten Nutzung flüssiger konventioneller und alternativer Brenn- und Kraftstoffe sowie innovativer Effizienztechnologien. Das Ziel sind technisch ausgereifte, treibhausgas- und emissionsarme Lösungen für die Wärmeerzeugung und Mobilität von Morgen. OWI ist ein An-Institut der RWTH Aachen und versteht sich als Mittler zwischen Grundlagenforschung und Anwendung. Im Rahmen des Technologietransfers bearbeitet OWI sowohl aus öffentlichen Fördermitteln finanzierte Projekte als auch industrielle Forschungsaufträge. Zu den Kunden gehören beispielsweise Hersteller von Haushaltsheizungen, Unternehmen der Automobilzulieferindustrie, der Mineralölwirtschaft und der Thermoprozesstechnik.

Firmenkontakt
OWI Science for Fuels gGmbH (OWI)
Michael Ehring
Kaiserstrasse 100
52134 Herzogenrath
49 (0)2407 / 9518 – 138
m.ehring@owi-aachen.de
https://www.owi-aachen.de

Pressekontakt
OWI Science for Fuels gGmbH
Michael Ehring
Kaiserstrasse 100
52134 Herzogenrath
49 (0)2407 / 9518 – 138
m.ehring@owi-aachen.de
https://www.owi-aachen.de

Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.

Presseverteiler PRNEWS24.COM

Presseverteiler für Pressemeldungen

Maximal effiziente Sichtbarkeit durch breite Streuung an bis zu 200 kostenlose Presseportale, mit einem Klick.

  • Kein mühseliges und zeitaufwendiges Eintragen je Presseportal!
  • Kostenlose Übersicht über die Veröffentlichungen in allen Presseportalen sowie Zugriffsstatistiken.

 Jetzt senden 

 

Aktuelle Pressemeldungen

Mit dem Digital Logbook von Schneider Electric auf Wartungstour

Skalierbare Lösung unterstützt bei der Präventiven Wartung

Kennen Sie den Sweet-Spot bei Wartungen?

Mit gezielten Wartungsstrategien Gesamtkosten senken und Sicherheit für Personal und Anlagen erhöhen

Präventive Wartung mit dem Digital Logbook von Schneider Electric

Vorbeugendes Wartungsprogramm verlängert Lebenszyklus von Anlagen und minimiert Gesamtbetriebskosten

SPRACHSPIELE: FACHSPRACHE WIRTSCHAFT DAF – Ein universitäres Experiment

Brigitta Joebstl-Berger erlaubt den Lesern in "SPRACHSPIELE: FACHSPRACHE WIRTSCHAFT DAF" Einblicke in die Arbeitsweise an einer Universität in Italien.

Home Office und Arbeitsplatz: Lindy mit zwei neuen USB Typ C Notebook Docking Stations

Notebooks mit USB Typ C oder Thunderbolt 3-Anschluss mit mehreren Peripheriegeräten wie Monitor, Tastatur und Ethnernet-Anschluss verbinden.

Warum Rechtsexperten auch 30 Jahre nach seiner Einführung das deutsche Betreuungsrecht kritisieren!

Die Kester-Haeusler-Stiftung legt Justizministerin Christine Lambrecht Forschungsbericht 2020 vor! Die Münchner Rechtswissenschaftler beklagen bestehende schwere Mängel des Betreuungsgesetzes!