Wirtschaft und Finanzen Muttersprache Deutsch - Diskriminierung in Stellenanzeigen

Muttersprache Deutsch – Diskriminierung in Stellenanzeigen

Elke Müller warnt vor Diskriminierung in Stellenanzeigen und zeigt auf, wie man diese alternativ gestalten kann

Seit August 2006 gibt es bereits das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das “Benachteiligung aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern und beseitigen soll.” Was ist seither geschehen? Elke Müller, Expertin für interkulturelle Kompetenz, beschäftigt sich intensiv mit Themen rund um Diversity und Gleichberechtigung und weiß, dass hier noch Verbesserungsbedarf besteht.
“Was macht dann eine Aussage oder Anforderung wie “Muttersprache Deutsch” in einer Stellenanzeige? Eine eigene Recherche “nur” nach dem Kriterium “Muttersprache Deutsch” und nur für Jobs in Baden-Württemberg ergab schon auf einer einzigen Jobplattform ein Ergebnis von 539 Jobs, bzw. Stellenanzeigen mit dieser Anforderung. Und diese reichten vom Baggerfahrer bis hin zum Volljuristen, von Junior Consultant bis Augenoptiker”, erklärt Müller.
Die Konsequenzen einer solchen Formulierung seien weitreichend. Zum einen könne diese durchaus als eine Diskriminierung der ethnischen Herkunft interpretiert werden und zum anderen könnten hierdurch qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber ausgeschlossen werden, weil sie beispielsweise Deutsch lediglich als Zweit- oder Drittsprache erlernt haben, es aber dennoch fließend beherrschen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von compass international sind sich einig: “Hier fehlt es an der Sensibilität, welche Wirkung Worte haben.” Elke Müller schlägt vor: “Wie wäre denn “Deutsch auf Niveau C1/C2” – was ja nahezu muttersprachliche Sprachbeherrschung bedeutet. Oder “Deutsch verhandlungssicher” – auch das setzt einen sehr guten Umgang mit Sprache voraus. Und beides wäre nicht mehr diskriminierend.” Alternativ könnten auch “gute deutsche Sprachkenntnisse” gefordert werden. “Die lassen sich ja in einem Vorstellungsgespräch oder auch nur einem Telefonat ganz gut überprüfen”, fügt Elke Müller, interkulturelle Trainerin, Coach, Organisationsentwicklerin und Geschäftsführerin von compass international, abschließend hinzu.
Mehr zu compass international gibt es hier: www.compass-international.de

Der Kompass ist nicht nur ihr Logo, er ist die Versinnbildlichung von dem, was compass international für ihre Kunden sind: Sie lotsen Unternehmen und Auftraggeber durch den nicht immer einfachen Prozess der Internationalität hin zur Diversity. Sie zeigen Wege auf und bringen ans Ziel. Mit zwanzig Jahren Erfahrung, Wissen und Praxis sind sie die kompetenten und verlässlichen Ansprechpartner in Sachen Relocation, Integration, Diversity und interkulturelle Kompetenz. Ergänzt wird das Team im Bereich Relocation durch einen Pool freier Mitarbeiter und im Bereich Training durch einen Trainerpool mit 60 Trainern.

Kontakt
Compass International
Elke Müller
Epplestraße 5 A
70597 Stuttgart
+49 (0)711 28 47 09 – 0
info@compass-international.de
https://www.compass-international.de

Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.

Neue Folgen: Erfolgreicher “Flopcast” von Lexware geht in die zweite Staffel

Mutige Gründer*innen erzählen von der Chance des Scheiterns Freiburg, 15.07.2020. Seit November 2019 berichten mutige Unternehmer*innen in dem von Lexware initiierten Podcast-Format "Flopcast" von ihren persönlichen Momenten des Scheiterns, was sie daraus gelernt haben und wie ihnen der Weg zurück in die Erfolgsspur gelang. Aufgrund des hohen Anklangs der ersten Staffel wird der Flopcast in einer weiteren Staffel fortgeführt. Fünf Episoden sind bereits erschienen, jede...

Recruiting nach Corona – Was Sie heute schon bedenken sollten

In der aktuellen wirtschaftlichen Situation fällt es einem manchmal schwer, sich glaubhaft vorzustellen, dass sich die Wirtschaft irgendwann wieder normalisieren wird. Dass Unternehmen auch wieder normal Mitarbeiter einstellen werden. In vielen Fällen müssen dann Stellen dann nachbesetzt werden, die genau wegen der Pandemie nicht mehr besetzt sind. Der Arbeitsmarkt hat sich bereits jetzt verändert: es gibt wieder mehr aktive Bewerber, die aber auch bei...

Verbraucherbefragung: Kleine und mittelständische Betriebe werden in sozialen Netzwerken kaum wahrgenommen

Grundlegende Infos und Aktualität sind Nutzern beim Social Media-Auftritt von KMU besonders wichtig Soziale Netzwerke begleiten die Menschen in vielen Bereichen ihres Alltags. Auch für berufliche oder geschäftliche Zwecke werden die digitalen Kanäle seit einigen Jahren immer häufiger genutzt. Doch während das Teilen wichtiger Infos und Neuigkeiten auf Facebook und Co. für größere Unternehmen zum Tagesgeschäft gehört, werden die Aktivitäten kleiner und mittelständischer Betriebe auf...

Agile Coach & Transformation Consultant Ausbildung in Zürich startet

In der Weiterbldung von Dr. Kraus & Partner erwerben die Teilnehmer die Beratungskompetenz und das nötige Methodenwissen, um Agilitäts-Projekte zum Erfolg zu führen. Wie können wir unsere Agilität erhöhen? Das fragen sich zurzeit branchenübergreifend - auch corona-bedingt - viele Unternehmen in der Schweiz, weil sich in ihrem Umfeld so vieles und nicht selten unvorhergesehen ändert. Doch leider berücksichtigen sie bei ihren Projekten zum Steigern ihrer...

Aktuelle Pressemeldungen